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Burg Plankenstein
Die Geschichte von Burg Plankenstein
Burg Plankenstein liegt auf ca. 700 m Seehöhe unweit der dreifachen Wasserscheide zwischen Pielach, Mank und Erlauf. Die Burg ist eine aus 4 unregelmäßigen Trakten bestehende Anlage, die einen Hof umschließt und erstmals 1186 (Heinricus de Planchinstein) urkundlich erwähnt wurde. Der Zugang erfolgt durch einen Einfahrtsturm, den sogenannten Elfenturm.
Vor allem im 15. Jahrhundert brachten es die Plankensteiner zu bedeutendem Besitz und hohem Ansehen. Pankraz v. Plankenstein besaß u. a. auch Peilstein, Freienstein und Sassendorf. Er war außerdem Pfandherr von Weitra und Pfleger von Pöchlarn. Als die Landsknechte die Ritter ablösten und die Renaissance an die Stelle der Gotik trat, geschah der großzügige Ausbau der Burg zum Schloss. An sie erinnert noch die sehr schön gearbeitete Spindeltreppe.
Damals wurde auch der Südtrakt durch den Umbau zweier Speichergeschosse in einen Wohnbau verwandelt. Ebenso wurden die Verteidigungseinrichtungen durch den Bau einiger Türme auf den neuesten Stand gebracht.
Eine Kapelle in der Burg wird 1454 zum ersten Male genannt. In diesem Jahre stiftet Pankraz v. Plankenstein eine tägliche Messe. Die Gründung der Pfarre erfolgt 1786, wobei zu diesem Anlass die Kapelle erweitert wurde. Ausschlaggebend dafür war eine Weisung Kaisers Josef II., dass niemand länger als eine Stunde zur nächsten Kirche gehen sollte. In Plankenstein wurden die Zwischenwände des Erdgeschosses abgerissen und der gewonnene große Raum als Kirchenschiff benützt. Die ehemalige Schlosskapelle dient seither als Kirchenapsis. Bis 1952 diente die Kirche als Dorfkirche für Plankenstein.
Die erst 1979 aufgedeckten Seccomalereien stammen aus der protestantischen Periode der Burg. Sie wurden um 1570/80 geschaffen und stellen u. a. die Taufe Christi sowie dessen Auferstehung dar. In den Fensterlaibungen erkennt man verschiedene Heilige wie Judas, Thaddäus, Johannes und Bartholomäus.
Bemerkenswert ist der malerische Innenhof, der sich auf zwei durchgeschwungene Steinstufen verbundene Niveaus erstreckt. Diese Steintreppen werden von zwei Steinlöwen flankiert, die Wappenschilder tragen. Sie erinnern an die Herren von Kaunitz und waren wohl um 1701 als Gartenfiguren gedacht.
Dem Westtrakt ist der hofseitig kreuzgratgewölbte Arkadengang vorgelegt. Ihre breiten Rundbogenöffnungen sind mit Balustraden versehen. Die Fensterläden zeigen sich in den Wappenfarben der Plankensteiner: schwarz-weiß auf rotem Grund.
Heute wird die Anlage vom Geschäftsmann Erich Podstatny privat erhalten und familiär geführt.